Komödie mit Musik in 2 Akten op. 36
Musik von Erich Wolfgang Korngold (1897-1957), Libretto von Victor Clement unter Benutzung einer deutschen Einrichtung von Raoul Auernheimer
Premiere am Freitag, 17. April 2009, 20 Uhr, E-Werk Freiburg, Werkeinführung 45 min. vor Vorstellungsbeginn
weitere Vorstellungen:
Sa. 18.April 20 Uhr
Fr. 24. April 20 Uhr
Sa. 25. April 20 Uhr
So. 26. April 11 Uhr (Matinee)
jew. Werkeinführung 45 min. vor Vorstellungsbeginn
E-Werk, Freiburg, Eschholzstr. 77
Produktionsteam:
Musikalische Leitung: KLAUS SIMON
Regie: HENDRIK MÜLLER
Ausstattung: MIRA VOIGT
Choreographie: JULIANE HOLLERBACH
Dramaturgie: CORNELIUS BAUER
Produktionsleitung: PETRA FAIßT
Holst-Sinfonietta
Mitwirkende:
Slivia Lombardi: Sarah Wegener, Sopran (Stuttgart)
Andrea Coclé: Birger Radde, Bariton (Berlin)
Louise: Anna-Lucia Leone, Koloratursopran (Aschaffenburg)
Lugarini: Frank Buchwald (Berlin)
Caretto: Werner Klockow (Karlsruhe)
Sam Borzalino: Sebastian Reich
1. Mannequin: Lena Laferi, Sopran
2. Mannequin: Jutta Lauer, Mezzosopran
3. Mannequin: Franziska Gündert, Alt
Laura: Kerstin Manz
Vorsitzender: Wolf Aschmoneit
Vorverkauf:
BZ-Kartenservice, Bertoldstr. 7, Freiburg, T. 01805/556656 (14 Cent/Min.) und www.ewerk-freiburg.de
Auch in diesem Jahr bleibt die Freiburger Young Opera Company (YOC) ihrem Grundsatz treu, Musiktheaterstücke aufzuführen, die noch nicht im üblichen Repertoire verankert sind, dort aber unbedingt hingehören. In diesem Sinne feiert am 17. April 2009 Erich Wolfgang Korngolds musikalische Komödie "Die stumme Serenade " (1946-50) im Freiburger E-Werk Premiere. Es ist dies erst die vierte Inszenierung überhaupt von Korngolds letztem Bühnenwerk.
Korngold, der aus einer bedeutenden jüdischen Wiener Familie stammte, emigrierte in den 30er Jahren in die USA, wo er hauptsächlich als Filmmusikkomponist im Hollywood der 30er und 40er-Jahre bekannt wurde. Seit einiger Zeit werden aber auch seine Werke für Bühne und Konzertsaal wieder häufiger gespielt. „Die stumme Serenade“ allerdings, mit der Korngold nach Ende des 2. Weltkriegs wieder im deutschsprachigen Raum Fuß fassen wollte, wurde bei der Uraufführung 1954 in Dortmund ein so nachhaltiger Misserfolg, dass das Stück bis heute – selbst bei Korngold-Kennern – weitgehend unbeachtet blieb. Zu unrecht, wie die YOC meint, denn Korngolds Musik funkelt nur so vor Leichtigkeit, Witz und Raffinement.
Inhaltlich verbindet die Komödie eine außergewöhnliche Liebesgeschichte zwischen einem schüchternen Modedesigner und einer divahaften Schauspielerin mit einer Art Politposse, hinter der unschwer eine Parodie auf Faschismus und Diktatur zu erkennen ist. Zwischen Mode und Macht, heimlicher Liebe und unheimlicher Politintrige entspinnt sich eine verrückte Operettenhandlung, die gleichwohl nicht ohne aktuellen Bezug ist.
Die eigens für dieses Stück ausgewählten Sänger/innen und Schaupieler/innen werden von der Freiburger Holst-Sinfonietta unter der musikalischen Leitung von Klaus Simon begleitet
In Kooperation mit dem E-Werk Freiburg und mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts der Stadt Freiburg, dem Landesverband Freier Theater Baden-Württemberg, der Korngold-Society, dem Anne-Frank-Fonds und der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau

